Obst & Gemüse

Obst und Gemüse sollte so dargereicht werden, dass der Hund die Vitamine aufnehmen kann. Der Karnivore besitzt ein Raubtiergebiss, welches sich im Gegensatz zu unserem Gebiss evolutionär dahingehend entwickelt hat, Fleisch zu packen, zu reißen und in Stücken herunter zu schlingen. Der Hund besitzt keine Mahlzähne, also sind wir als Halter gefragt das Obst und Gemüse durch leichtes Erhitzen und/oder durch mechanische Bearbeitung (Pürieren, Kleinschneiden) so vorzubereiten, dass die in den Zellen befindlichen Nährstoffe für den Hund zugänglich gemacht werden.

Eine Alternative bieten grüner Pansen (ungewaschen) und Blättermagen, da sie neben vielen Vitaminen auch fermentierte Ballaststoffe und Enzyme enthalten. Bei Mahlzeiten mit grünem Pansen oder Blättermagen, kann auf zusätzliches Obst und Gemüse verzichtet werden.

Beim Obst und Gemüse darf selbstverständlich nicht wahllos alles verfüttert werden, was wir als Halter gern essen. Um die Auswahl an Obst- und Gemüsesorten, die verfüttert werden können, übersichtlicher zu gestalten, zählen wir nun die Sorten auf, die nicht in übermäßigen Mengen bzw. gar nicht verfüttert werden dürfen!

  • Holunderbeeren (roh)
  • Kapstachelbeeren
  • Physalis
  • Sternfrucht
  • Weintrauben mit Kernen
  • Quitten
  • Avocado
  • Aubergine
  • Grüne Paprika
  • Tomate
  • Peperoni

Einige Gemüsesorten haben im Laufe ihrer Zeit auf dieser Erde Strategien entwickelt, um sich vor Fressfeinden zu schützen. Das tun sie neben Stacheln auch mit Pflanzengiften, die nicht nur Bauchschmerzen, sondern auch fürchterliche Blähungen verursachen können. Deshalb raten wir von Gemüsesorten, deren Toxizität erst beim Erhitzen verloren geht, ab, denn in der Natur kann der wilde Hund oder der Wolf auch nicht zum Kochtopf greifen.

Häufig kommen Halter in den Laden, die ihren Hund bereits BARFen. Bei der Überprüfung des derzeitigen Futterplans oder auch bei Gesprächen stellen wir immer wieder fest, dass viele Halter ihre Hunde mit viel zu großen Mengen Obst und Gemüse füttern.

Das Zufüttern von Obst und Gemüse sollte eigentlich kein Problem darstellen, außer der prozentuale Anteil übersteigt den des Fleisches. Daher unsere Empfehlung: nicht mehr als 10% der gesamten Tagesration sollten aus Obst und Gemüse bestehen. An fleischlosen Tagen darf der Anteil selbstverständlich auch gern etwas höher liegen.

Bedenken Sie, dass die natürlichen Speicher im Organismus nicht unendlich viel Vitamine und Mineralien aufnehmen können, sondern bei Nichtbedarf im Idealfall über die Harnwege wieder ausgeschieden werden. Das belastet nicht nur den Organismus zusätzlich, sondern es ist auch schade, um die unnötig verbrauchten Ressourcen.

Bildurheber: Lunderland

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