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BARF in der Dose?

BARF – Biologisch Artgerechte Rohe Fütterung.

Dieser Begriff beschreibt die Fütterungsmethode von Hunden & Katzen auf artgerechter und roher Basis. Das beinhaltet, dass Lebens- bzw. Futtermittel in roher und naturbelassenen Form gefüttert werden. Auch wenn beispielsweise die Zellen von Obst & Gemüse mechanisch durch Zerhäckseln, Zerreiben oder Pürieren geöffnet werden, um somit an den Zellsaft und die darin enthaltenen Nährstoffe zu gelangen, bleibt das Lebensmittel in roher Form.

Die Definition von Fertigfutter hingegen unterliegt unter anderem dem Prozess des Erhitzens, des Autoklavierens oder das Pressen durch Düsen. Dabei verändert sich das Lebensmittel auf molekularer Ebene. Beispielsweise erkennen wir das beim Erhitzen von Fleisch - dem Gerinnen - bei dem sich die Eiweiße irreversibel verändern können, so dass die biologischen Funktionen kaum oder gar nicht mehr zur Verfügung stehen. Auch Nährstoffe können zerstört oder verändert werden, sodass diese kaum oder gar nicht mehr vom Organismus erkannt und aufgenommen werden können. Der Körper beherbergt und entwickelt Strategien, um diese Stoffe auszuleiten, abzubauen oder einzuspeichern. Letzteres ist häufig Grundlage für chronische Erkrankungen.

BARF in der Dose – geht das denn überhaupt? Ganz klar NEIN! Lebensmittel in Dosen werden immer mittels Autoklavieren - mit Hitze und Druck - konserviert. Durch den Einsatz von hohen Temperaturen sind solche Lebensmittel also in keinem rohen Zustand mehr und dürften dann auch nicht als BARF deklariert werden.

Warum werden Futtermittel in Dosen und Trockenfuttern dann als “BARF” bezeichnet?

  • Dem Kunden wird bei der Suche nach einem artgerechten Futter suggeriert, dass es sich um ein hochwertiges Produkt handelt, wenn sich dieses mit dem Begriff BARF schmückt.
  • Es gibt mittlerweile einige Nass- und Trockenfutter, dessen Zusammensetzung an eine Frischfleischfütterung angelehnt ist.

Mittlerweile werden Würste und Dosen über den neuen Begriff “BAF” (Biologisch Artgerechte Fütterung) verkauft, wobei der rohe Zustand ausgeklammert wird. Hierbei handelt es sich auch um konserviertes Futter.

Der Begriff “BARF” ist zu einer neuen Form der Futtermittel-Wissenschaft herangewachsen. In etlichen Foren und Büchern kann man sich belesen und auch überlesen. Einen tollen Artikel zu diesem Thema könnt ihr auf der Seite von Swanie Simon lesen: Das Brimborium um B.A.R.F.

Deshalb ist es um so öfter von Vorteil, seinen eigenen logischen Verstand einzuschalten und dabei nie zu vergessen – BARF ist keine Wissenschaft, sondern die Methode seinen Vierbeiner über rohe, naturbelassene Lebensmittel zu versorgen.

Wissenswertes
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