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BARF Märchen

BARF - Märchen aus dem Alltag

Auch heute noch kursieren merkwürdige BARF Märchen in der Hunde- und Katzenszene. Hier findest du die hartnäckigsten Märchen, welche regelmäßig bei uns ins Geschäft getragen werden oder draußen auf dem Hundeplatz die Runde machen. Wir haben diese Märchen einmal aufgelistet und logisch aufgeklärt. Viel Spaß beim Lesen!

Leider hören wir dieses Argument auch heute noch viel zu oft.

Jeder Hund besitzt von Geburt an einen Hetz- und Jagdtrieb. Er ist bei jedem Hund unterschiedlich stark ausgeprägt und ist nicht an den Reiz Fleisch oder Blut gekoppelt, sondern an ein Objekt, das sich bewegt. Z.B. ein davon gewehtes Blatt oder ein Eichhörnchen, das sich zu seinem Baum flüchtet, können den Jagdtrieb bereits auslösen.

Triebe können bei keinem Tier entfernt oder hinzugefügt werden, sie können lediglich in ihrer Intensität durch geeignete Trainingsmaßnahmen verändert werden.

Die Magensäure zersetzt im Magen nicht nur die Nahrung, sondern tötet die meisten Bakterien, Viren und Parasiten (Würmer und Wurmeier) ab. Auch in unseren Augen bereits verdorbenes Fleisch stellt bei stark saurem Milieu keine Gefahr dar. Ist das Immunsystem des Hundes allerdings stark geschwächt und sind auch andere Körperfunktionen deswegen beeinträchtigt, können stark verdorbenes Fleisch oder andere Lebensmittel mit sehr vielen anhaftenden Bakterien Verdauungsschwierigkeiten, wie Erbrechen oder Durchfall, auslösen.

Häufig ist die Magensäureproduktion und -funktion durch Fertigfutter mit hohem Getreideanteil gestört. Dann ist ihr pH-Wert dauerhaft zu basisch und kann Eindringlinge nicht mehr ausreichend abtöten. Die Verdauung des Hundes passt sich im Laufe ihres Lebens an das Trocken- oder Nassfutter an, sodass auch nach einer Umstellung auf Frischfleisch Verdauungsschwierigkeiten auftauchen können, bis sich der Organismus umgestellt hat. Letztlich lässt es sich nicht vermeiden, dass sich im Fleisch Bakterien befinden, da sie allgegenwärtig sind und sich dort vermehren, wo optimale Bedingungen herrschen.

Deshalb ist es in jedem Fall wichtig, die Anzahl der Bakterien zum Beispiel schon beim Auftau- und Kühlungsprozess möglichst niedrig zu halten. Möchten sie das portionierte Fleisch wieder einfrieren, sollte der Auftauprozess im Kühlschrank in einem separaten Gefäß stattfinden. Das dauert zwar etwas länger, hemmt bzw. verlangsamt aber gleichzeitig das Wachstum und somit die Vermehrung von Bakterien.

Doch das darf er und das sollte er, wenn keine Vorerkrankungen oder fehlende Zähne ihn daran hindern. Bei älteren Hunden sollte man die Knochenfütterung abwägen.

Knochen ist neben Fleisch, Euter und Eierschalen der natürlichste Hauptcalciumlieferant überhaupt. Der Darm dient der Aufnahme und Ausscheidung von Calcium, die Skelettknochen sind Zwischenspeicher und über die Nieren wird übermäßiges Calcium ausgeschieden. Nimmt der Hund zu wenig Calcium auf und sinkt der Calciumgehalt im Blut, hemmt das körpereigene Parathormon die Calciumausscheidung und die Phosphatrückresorption in den Nieren. Bei einer verminderten Phosphatrückresorption kommt es zu chronischen Nierenkrankheiten (CNI). Neben der Stabilisierung des Skeletts und der Nieren unterstützenden Funktion, werden durch das Abknabbern und Kauen der Knochen die Zähne des Hundes auf natürliche Art und Weise von Belag befreit. Nicht nur strahlend weiße Zähne, sondern auch eine Verminderung von Mundgeruch kann damit erzielt werden.

Aufgrund der stark sauren Magensäure des Hundes (pH-Wert 1), können auch Knorpel-und Knochenreste verdaut werden. Wichtig an dieser Stelle ist zu sagen, dass Knochen nur ROH und nicht erhitzt verfüttert werden darf. Beim Prozess des Erhitzens verliert der Knochen seine Elastizität, wird spröde und kann dann leicht splittern. Dies führt häufig zu Verletzungen im Maul-, Magen-, Darm- und Afterbereich. Im Idealfall befinden sich am Knochen noch fleischige Reste, die sogenannten fleischigen Knochen. Fleisch und Blut sind Schlüsselreize, die die Magensaftproduktion anregen. Frisst der Hund den Knochen pur ohne eine fleischige Mahlzeit, kann er nach einigen Stunden den Knochen wieder erbrechen. Neben dem Fehlen von ausreichend Magensäure, spielt der gestiegene pH-Wert durch das Calcium im Knochen eine entscheidende Rolle.

Der Knochen wird langsam und schlecht verdaut und verbleibt zu lange im Magen. Dieser rebelliert dann schon bald und möchte die „unverdaubaren“ Teile wieder loswerden. Dies kann man vermeiden, indem man fleischige Knochen, wie z.B. Beinscheibe, Putenhälse, Hühnerhälse oder Geflügelkeulen etc. verfüttert. Oder den Knochen nach einer Fleischmahlzeit reicht oder eine Mahlzeit wählt, bei der bereits durchgewolfte Knochen enthalten sind.

Im rohen Zustand haben Fleisch, Knochen, Knorpel, Innereien, Fett und Blut alle wichtigen Mineralien und Spurenelemente, die der Hund benötigt. Blättermagen und Pansen liefern neben Ballaststoffen wichtigen Mikroorganismen für eine gesunde Mikrobiotika des Darms und viele Vitamine und Enzyme! Kauartikel mit Fell sind für einige Hundebesitzer ein Graus, aber auch sie liefern notwendige Ballaststoffe, die den Darm in seiner Arbeit unterstützen.

Beim Erhitzen werden die meisten Inhaltsstoffe zerstört. Beim Trocken- und Nassfutter werden sie daher oft künstlich zugegeben. Zudem verändert sich die Eiweißstruktur des Fleisches (denaturiert). Nicht nur, dass der Organismus das veränderte Eiweiß schlechter einlagern kann, so können auch Futtermittelunverträglichkeiten oder Allergien entstehen. Mehr zu dem Thema erklären wir dir hier: Allergien & Unverträglichkeiten.

Defizite und Mangelerscheinungen treten nur dann auf, wenn der Hund über einen zu langen Zeitraum unausgewogen ernährt wird und/oder andere körperliche Beeinträchtigungen hinzukommen. Die Fütterung ausschließlich mit Muskelfleisch z.B. ist solch eine unausgewogene Ernährung und endet nicht selten beim Tierarzt. Tierärzte sind genau aufgrund solcher Fütterungsfehler beim Thema BARF skeptisch und mahnen den Halter kritisch. Wenn du dich für die Frischfleischfütterung für deinen Hund oder deine Katze interessierst, dann empfehlen wir dir unsere professionelle Ernährungsberatung.

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