Liebe Zweibeiner, wir machen Urlaub von Montag, 11. Juli bis Samstag, 16. Juli 2022. Danach sind wir wie gewohnt für euch da! Euer Mops & Miez BARF Shop Team

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Obst & Gemüse für Hunde

Viele Hundehalter beschäftigen sich neben der Frischfleischfütterung für ihren Hund auch mit dem Thema Obst & Gemüse. Was darf alles gefüttert werden und was nicht? In welcher Form sollte es am besten verfüttert werden und wie viel bekommt ein Hund eigentlich davon? Viele Fragen rund um dieses Thema beleuchten wir hier.

In erster Linie sollte Obst und Gemüse so dargereicht werden, dass der Hund die Vitamine aufnehmen kann. Gehen wir davon aus, dass der Karnivore ein Raubtiergebiss besitzt, welches sich im Gegensatz zu unserem Gebiss evolutionär dahingehend entwickelt hat, Fleisch zu packen, zu reißen und in Stücken herunter zu schlingen ist es nur logisch, dass er z.B. eine ganze Karotte nur wenig gut zerkauen kann. Der Hund besitzt keine Mahlzähne so wie wir, also sind wir als Halter gefragt das Obst und Gemüse durch Dünsten und/oder durch mechanische Bearbeitung (Pürieren, Kleinschneiden, Zerquetschen) so vorzubereiten, dass die in den Zellen befindlichen Nährstoffe für den Hund zugänglich gemacht werden.

Da ökologisch angebautes Obst und Gemüse von sich aus reichlich Nährstoffe und Enzyme mitbringen, die wärme-, sauerstoff- und lichtempfindlich sind, ist es wichtig an dieser Stelle zu erwähnen, dass Tiefkühlgemüse, ohne lange Transportwege bei Licht und Sauerstoff, in der Regel mehr Nährstoffe mitbringen, als ihre Vertreter in der Auslage. Ein lebendiges Lebensmittel sollte auch lebendig und im Idealfall roh verfüttert werden. Eine Ausnahme bilden dabei Gemüsesorten, die erst durch das Kochen genießbar werden, Kartoffeln zum Beispiel.

Pansen und Blättermagen eine grüne Alternative

Eine Alternative zu Obst & Gemüse bieten grüner Pansen (ungewaschen) und Blättermagen, da sie neben vielen Vitaminen auch fermentierte Ballaststoffe und Enzyme enthalten. Bei Mahlzeiten mit grünem Pansen oder Blättermagen, kann auf zusätzliches Obst und Gemüse verzichtet werden, wenn der Hund dieses akribisch aus dem Napf schiebt. Katzen in der Natur zum Beispiel verspeisen Ballaststoffe nur in Form von frischen Gräsern und Magen- Darminhalt ihrer Beutetiere. Natürlich gibt es auch Ausnahmen, wo Katzen mit Genuss in eine Wassermelone beißen oder anderes Obst und Gemüse genüsslich verspeisen. Als Halter kann man sich dort durchprobieren.

Obst und Gemüse in Prozenten

Häufig kommen Halter in den Laden, die ihren Hund bereits BARFen oder sich Gedanken und Berechnungen dazu gemacht haben. Bei der Überprüfung des Futterplans oder auch bei Gesprächen stellen wir oft fest, dass einige Halter ihre Hunde mit viel zu großen Mengen Obst und Gemüse füttern oder auch mit zu wenig.

Das Zufüttern von Obst und Gemüse stellt in der Regel kein Problem dar, außer der prozentuale Anteil übersteigt den des Fleisches. Bei adulten Tieren sollte der Anteil von Obst und Gemüse ca. 20% der gesamten Tagesration ausmachen. Dabei unterteilt man dann noch einmal in 25% Obst und 75% Gemüse. Bei älteren Hunden kann die Ration auch gern bis zu 30%, maximal 50% angehoben werden, da sie einen etwas verlangsamten Stoffwechsel aufweisen und der Darm im Alter an Beweglichkeit abnimmt. An fleischlosen Tagen darf der Rohkostanteil selbstverständlich auch gern etwas höher liegen.

Welches Gemüse darf mein Hund fressen?

  • Karotten, Feldsalat, Fenschel,
  • Zucchini, Gurken, rote Paprikaschoten
  • Spinat, Rucola, Chicorée, Kürbis
  • Kartoffeln (gekocht), Mangold, Eisbergsalat
  • Endiviensalat, Feldsalat, Kopfsalat, Eichblattsalat
  • Lollo Rosso, Rote Beete, Pastinaken, Artischocken
  • Süßkartoffeln roh oder gekocht, Brokkoli

Welches Obst darf mein Hund fressen?

  • Äpfel, Birnen, Aprikosen
  • Pfirsiche, Himbeeren, Heidelbeeren
  • Preiselbeeren, Johannisbeeren, Stachelbeeren
  • Melonen, Pflaumen, Nektarinen
  • Ananas, Papaya, Bananen, Feigen, Mirabellen
  • Granatapfel, Kaki, Erdbeeren, Zwetschgen

Pflanzen und ihre Abwehrstrategien

Einige Gemüsesorten haben im Laufe ihrer Zeit auf dieser Erde Strategien entwickelt, um sich vor Fressfeinden zu schützen. Das tun sie neben Stacheln auch mit Pflanzengiften, die nicht nur Bauchschmerzen, sondern auch fürchterliche Blähungen verursachen können. Deshalb raten wir von Gemüsesorten, deren Toxizität erst beim Erhitzen verloren geht, ab, denn in der Natur kann der wilde Hund oder der Wolf auch nicht zum Kochtopf greifen.

Beim Obst und Gemüse darf selbstverständlich nicht wahllos alles verfüttert werden, deshalb zählen wir nun die Sorten auf, die nicht in übermäßigen Mengen bzw. gar nicht verfüttert werden dürfen!

was nicht gefüttert werden darf!

  • Holunderbeeren (roh), Kapstachelbeeren, Physalis, Sternfrucht, Weintrauben mit Kernen, Quitten, Avocado, Aubergine, Grüne Paprika, Tomate, Peperoni
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